Ich folge meinen Träumen, sonst ist mein Leben wie ein Vogel mit gebrochenen Flügeln.
Ich verabschiede mich früh von Astrid und Allan, meinen beiden Mitpilgern, mit denen ich mir das Petri-Zimmer geteilt habe. Sie stehen gerade erst auf, als ich aufbreche. Wir saßen gestern Abend noch lange zusammen, eine Flasche Wein lang, und erzählten uns Geschichten von Reisen: Erlebnisse und persönliche Legenden, wie das Wanderer eben tun. Jede Begegnung, die unsere Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht. Wie recht, denke ich, als ich die Treppe nach unten nehme, hat Lore-Lillian Boden, als mir der gestrige Abend wieder in den Sinn kommt. Es sind immer nur Fragmente, aus einem persönlichen Mosaik genommene, glänzende Steinchen, die sich zwischen anderen, inneren Sedimenten abgelagert haben. Trotzdem werde ich die beiden nicht vergessen. Dafür ist die emotionale und geistige Gespanntheit einer Fußreise zu intensiv.