Keiner kommt von einer Reise
so zurück, wie er weggefahren ist.
Graham Greene
Ich verlasse das seltsame Pfarrhaus in Skassa früh morgens. Irgendwie unwirklich die Atmosphäre im Haus; mit der einsilbigen und distanzierten Pfarrersfamilie, mit einem Durcheinander, das ich in einem Pfarrhaus nicht erwartet habe. Überall liegen Dinge herum. Eine Patina aufeinander gelagerter Schichten von Arbeit und Leben überzieht alle Räume. Mein Quartier eher ein Kinderzimmer. Wäre ich ein Location Scout, ich hätte die ideale Umgebung für einen Film gefunden, der vom Leben eines Landpfarrers in der DDR erzählt. Wieder bin ich der einzige Gast. Die Familie des Pfarrers, der nebenbei die Herberge im oberen Stockwerk führt, ist zurückhaltend. Sie scheinen zu fremdeln, und ich wundere mich, warum sie Pilger aufnehmen. Ich freue mich und bin ihnen dankbar, dass sie das tun, ich wäre sonst im Regen ertrunken. Und ich finde die Umgebung heimelig, durchdrungen vom Leben der Bewohner. Überhaupt nicht abweisend. Obwohl im selben Haus, gibt es keine Begegnung. Nicht das die anderen Pfarrer oder Herbergseltern besonders kommunikativ waren. Doch einen kurzen Plausch gab es immer.